Operation | Linsenchirurgie

Linsenchirurgie

Phake Linsenimplantation (Implantierbare Kontaktlinse = ICL)
In der Hornhautchirurgie sind durch die Hornhautdicke (im Zentrum circa 0,5 mm) Grenzen gesetzt.

Bei hohen Fehlsichtigkeiten kann der Laser mittels LASIK nicht mehr den gesamten Brechkraftfehler korrigieren. Ab einer Kurzsichtigkeit von >-10,0 dpt., bzw. Weitsichtigkeit >+3,0 dpt. ist der Laserabtrag mittels LASIK in der Hornhaut zu groß. Bei dünneren Hornhäuten ist oftmals auch schon eine deutlich geringere Fehlsichtigkeit nicht mehr mittels LASIK zu korrigieren.

Als Alternative gibt es folgende Möglichkeiten: Diese drei genannten Operationsverfahren sind reversibel (können rückgängig gemacht werden). Sie haben jedoch alle Ihre Vor- und Nachteile, über die wir auf unseren Informationsabenden und gegebenenfalls im Rahmen einer Voruntersuchung ausführlich informieren.

Die phake Linsenimplantation erhält jungen Patienten, wie auch bei der LASIK-Methode, die Fähigkeit der Naheinstellung (Akkomodation).

Die Operation erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung. Die Dauer des Eingriffes beträgt lediglich wenige Minuten. Zunächst wird mit einem Diamantmesser ein lediglich etwa 3 mm breiter Schnitt angelegt, durch den dann die Kunststofflinse (z.B. ICL) in das Auge eingeführt wird.
    ICL

ICL     Im Gegensatz zur LASIK-Behandlung wird aus Sicherheitsgründen an einem Tag nur ein Auge operiert. In der Regel erfolgt der Eingriff des zweiten Auges nach einer Woche.

In Kombination mit dem Excimerlaser (z.B. LASIK) lassen sich sehr hohe Fehlsichtigkeiten (z.B. hohe Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung) korrigieren (Bioptics).

Welche Gegenanzeigen bestehen? Weiterführende Informationen zur Implantierbaren Linse erhalten Sie auf der Homepage des Herstellers unter: ICL


CLE (Clear Lens Exchange)
Die CLE ist identisch zur grauen Staroperation, es wird allerdings die noch nicht getrübte Linse entfernt und durch eine Hinterkammerlinse ersetzt.

Anwendung findet die CLE insbesondere bei etwas älteren Patienten (40. - 60. Lebensjahr) oder bei extrem hohen Fehlsichtigkeiten, wenn die Implantation einer Zusatzlinse (Phake Linsenimplantation) nicht in Frage kommt.

Altersbedingt wird bereits zusätzlich eine Lesebrille getragen. Bei dieser Operationsmethode wird die eigene Linse gegen eine zuvor berechnete Kunststofflinse ausgetauscht.
    IOL

Die Operation erfolgt je nach Wunsch ambulant oder stationär, unter örtlicher Betäubung (durch eine Spritze oder durch Augentropfen) oder Vollnarkose. Die Dauer des Eingriffes beträgt lediglich wenige Minuten.

Zu Beginn wird mit einem Diamantmesser ein kleiner 3 mm breiter Schnitt angelegt, durch den zunächst die körpereigene Linse entfernt und anschließend die neue Kunststofflinse in das Auge eingeführt wird.

Die neue Linse ist im Rahmen der Voruntersuchung genau berechnet worden und beinhaltet als Brechkraft Ihre Fehlsichtigkeit. Das operative Verfahren wird in gleicher Art und Weise bei der grauen Staroperation angewandt.

Da dieser Eingriff mittlerweile etwa 600.000 mal pro Jahr in Deutschland und bei fast 6000 Patienten jährlich in unserer Klinik durchgeführt wird, wird somit ein hohes Sicherheitsniveau erreicht.

In Sonderfällen können sogenannte diffraktive Linsen oder multifokale Linsen eingepflanzt werden.
Diese Intraokularlinsen ermöglichen den Ausgleich der Kurz- und Weitsichtigkeit und das große Hindernis: Alterssichtigkeit (Presbyopie) zu korrigieren.

Das für Sie geeignete Operationsverfahren kann erst im Anschluß an eine ausführliche Voruntersuchung detailliert diskutiert und individuell entschieden werden.
Falls an dieser Stelle einige Ihrer Fragen unbeantwortet geblieben sind: